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Die
Auswahl des richtigen Gurtes - wenn man sich denn einen eigenen zulegen will -
stellt einen manchmal auch vor eine Qual der Wahl. Grundsätzlich
gibt es verschiedene Versionen und etliche Modelle von diversen Firmen, die
Preise erstrecken sich von 50€ bis hin zu 400€.
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Bild |
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Bemerkungen |
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| Brustgurt |
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Die an Bord
mitgeführten Brustgurte (Abbildung ähnlich) sind die Standardmodelle im
Bereich Sicherheitsgurte.
Sie bestehen aus 2 Schultergurten und einem Brustgurt, die jeweils
einstellbar sind. Der Brustgurt ist mit einer Schnalle zu öffnen, um
leichteres Anlegen zu ermöglichen.
Diese Gurte sind robust und ziemlich unkaputtbar. Sie sind stabil genug,
um auch schwere Personen im Falle eines Sturzes auffangen zu können.
Bei richtiger Anpassung des Gurtes lassen sich auch bei einem Sturz
schwerere Verletzungen vermeiden.
Es
sind Brustgurte, keine Bauchgurte oder locker zu tragende Modeartikel!
Allerdings sind es SICHERHEITSGURTE und als Arbeitsgurt nur bedingt bis
gar nicht zu gebrauchen. |
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| Sitzgurt |
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Die bei der
Stammcrew sehr verbreiteten Sitzgurte aus dem Bergsportbereich stellen
eine gute Kombination aus Sicherheit und Komfort beim Arbeiten dar.
Die Beinschlaufen sowie der Bauchgurt sind verstellbar, der Bauchgurt je
nach Modell zu öffnen.
Diese Gurte sind beim Arbeiten recht angenehm zu tragen, aber auch hier
muss auf die richtige Passform geachtet werden, um im Falle eines Sturzes
ein Überschlagen und Herausrutschen zu verhindern.
Sitzgurte sind auf dem Markt von etwa 50€ bis 250€ erhältlich. Jeder
muss für sich selber entscheiden, wie viel er investieren will - je nach
Intensität der Nutzung. Einfache und günstige Produkte erfüllen ihre
Funktion ebenso wie Spitzenmodelle.
Verbreitet und zu empfehlen sind Gurte von Mammut, Edelrid oder Petzl. |
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| Kombigurt |
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Die Kombigurte
sind die sicherste Gurtvariante. Sie kombinieren die Vorteile von Sitz-
und Brustgurt. Beim Arbeiten bieten sie die Möglichkeit, sich in jeder
Position und jeder Lage zu halten, ohne dabei unbequem hängen zu müssen.
Im Falle eines Sturzes verteilen sie die Last auf den gesamten Körper und
sichern ihn in der Lage.
Da diese Gurte aber außerhalb des Riggs manchmal stören und umständlich
anzulegen sind, sind sie nicht sehr verbreitet.
Auch preislich liegen sie meist deutlich über den Sitzgurten.
Eine gute Alternative sind die teilbaren
Gurte, bei denen sich das Brustgeschirr vom Sitzgurt trennen lässt und je
nach Bedarf (z.B. für längere Arbeiten im Rigg) schnell wieder
befestigen lässt. (Abbildung Petzl "Navaho" mit abnehmbaren
Brustteil) |
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| Alle
Gurte erfüllen nur dann ihren Zweck, wenn sie richtig und überhaupt
getragen werden und man sich immer einpickt! |
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Auch die Wahl der geeigneten Anschlagmittel kann
sich kompliziert gestalten - ob Seil oder Gurt, Alu- oder Edelstahlkarabiner -
auch hier variieren die Meinungen. |
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| Alukarabiner |
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Aluminiumkarabiner
gibt es in Hunderten von Formen, Farben und Versionen.
Grundsätzlich sind die Alu-Karabiner sehr leicht und haben meist eine
Sicherung. Fast alle Karabiner weisen eine offene Bauform auf, d.h. es
gibt keine separate Öse für Tauwerk/Gurt.
Dadurch können Gurtschlaufen einfach eingehakt werden, müssen aber mit
einer Gummisicherung in der Lage fixiert werden.
Leider verträgt sich Aluminium nicht so gut mit Seewasser, so dass man
die Karabiner regelmäßig warten muss. |
| Niro-Karabiner |
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Nirokarabiner sind
absolut resistent gegenüber Seewasser und halten quasi ewig. Es sind
ebenfalls viele Varianten im Handel.
Beim Kauf muss man darauf achten, dass im Bereich der Öffnung keine
scharfen Kanten sind.
Bei der Auswahl muss man ebenfalls bedenken, dass in Karabiner mit
separater Öse keine Gurtschlaufen eingezogen werden können.
Die an Bord gebräuchlichen INOX-Karabiner (Abbildung) haben zwar keine
Sicherung, aber aufgrund ihrer patentierten Federung leiern die Federn nicht aus und sie schließen sehr sicher. |
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| PA-Tauwerk |
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An Bord wird immer
Polyamid-Tauwerk mit einer Stärke von 10mm für die Sicherheitsgurte
verwendet.
Die Stärke reicht völlig aus, um jeden Sturz abzufangen. Es ist
dreikardelig und kann problemlos an Gurt und Karabiner festgespleißt
werden.
Werden die Spleiße noch mit Taklingen vernäht, ist das die sicherste,
haltbarste und schönste Möglichkeit der Verbindung. |
| Ummanteltes
Seil |
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Ummantelte Seile
aus dem Bergsport werden vereinzelt auch an Bord eingesetzt. Die
Ummantelung schützt das tragende innere Seil vor Abrieb. Allerdings
lässt sich dieses Seil nur ab gewissen Längen (mehrere Meter) spleißen,
so dass es für einen Sicherheitsgurt geknotet werden muss. Ein Knoten
hält zwar auch, stört aber häufig bei Bewegungen. |
| Gurtschlaufen |
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Gurtschlaufen mit
einer Breite von meist 19mm sind leichter und flexibler als Tauwerk,
außerdem entfallen die voluminösen Spleiße. Allerdings sind
Gurtschlaufen nur in vorgegebenen Längen verfügbar. Außerdem lassen sie
sich nur in Karabiner ohne Öse einhaken. Dort müssen sie dann mit
Gummisicherungen fixiert werden. |
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